Ein Traum

Nach New York ging es für uns noch weiter, wir brauchten ja noch ein wenig Entspannung nach der anstrengenden Stadt und auch nach den Monaten Arbeit ohne Urlaub, da wir ja viel von unserem Urlaub dafür angespart haben. Mein Mann hatte einen Tipp von einem amerikanischen Geschäftspartner bekommen und dem sind wir gefolgt: St. John, US Virgin Islands (USVI).

Von Deutschland aus ist es schon recht anstrengend hin zu kommen, aber da wir eh in den USA waren, war der Weg dann nur halb so schlimm.

Die US Virgin Islands liegen in der Nähe von Puerto Rico. Auf der größeren Insel St. Thomas ist der Flughafen und dann geht es mit Boot oder Fähre nach St. John. Die Insel ist grad mal 51km² groß und besteht, ich glaub, zu über 90% aus einem Nationalpark, dementsprechend viel Natur.

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Unsere Hotelanlage, das Caneel Bay Resort, hatte ein riesen große Fläche, die 166 Hütten waren auf dem Geländer recht stark verteilt. So gibt es dieses Hotelbunker-Feeling überhaupt nicht, stattdessen Natur soweit das Auge reicht. Zum Hotel gehören sieben Strände, ein paar davon haben wir auch besucht.

st john 2014 (9)Simple weiße Liegen, keine Schirme, sondern stattdessen schöne schattenspendende Bäume, feiner weißer Sandstrand und türkisblaues warmes Wasser. Der Hammer! Bei täglich ca. 28 Grad einfach perfekt zum Erholen. Wir waren zwar in der Hurrican-Zeit da, aber es hat eigentlich nur zwei Mal groß geregnet, bei der Ankunft und an einem anderem Tag.

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Das Wasser war schön still und so konnte selbst ich Angsthase Schnorcheln ohne Ende. Wir hatten uns extra eine Unterwasserkamera vorher gekauft und haben uns dann ausgetobt. Egal ob schöne Korallenlandschaften mit bunten Fischen…

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…oder die Schildkröten auf- und abtauchen sehen, manchmal in größeren Gruppen…

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…oder auch mal einen Rochen sehen, war schon ein Erlebnis! Wobei der Rochen ja immer gemischte Gefühle bei uns auslöst, nach dem letzten Thailand-Urlaub, wo mein Mann von einem gestochen wurde. Ich sag Euch, schmerzhaft, sehr schmerzhaft!

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Ansonsten hieß es eben viel Lesen, Sudoku-Rätsel lösen, einen Pina Colada trinken oder einfach nur am Strand schlafen.

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Ein recht typisches Bild am Strand: Wildesel und im Hintergrund ein Hochzeitsfotoshooting. Auf der Insel gibt es jede Menge wilde Esel aus alten Zeiten quasi. In der Hotelanlage laufen einige frei herum und auch mal am Strand. Auch beim Autofahren muss man immer Acht geben, denn der nächste könnte hinter der nächsten Kurve auf der Straße stehen. Im Hotel haben fast täglich Pärchen geheiratet. Scheint so ein amerikanischer Traum zu sein, am Strand bzw. auf einer Insel zu heiraten. Fast jeder Gast, mit dem man ins Gespräch kam, hatte hier schon geheiratet oder zumindest seine Hochzeitsreise verbracht.

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Trotz der Inselgröße war auch ein wenig Sight-Seeing drin. Mit dem Taxi sind wir mal nach Cruz Bay rein, der Hauptstadt der Insel und haben uns die vielen bunten Bars und Shops angeschaut oder die schöne gestaltete Shopping-Landschaft Mongoos Junction.

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An einem Tag haben wir aber auch mal die Wanderroute vom Hotel aus ausprobiert und konnten so einen schönen Ausblick auf den Hafen der Stadt genießen kurz vorm Sonnenuntergang.

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An einem Tag haben wir uns ein Auto gemietet. Mit einem königsblauen Jeep Wrangler sind wir dann über die Insel gedüst…wobei…düsen ist anders. Auf der ganzen Insel gibt 20 Milen Höchstgeschwindigkeit. Ist aber auch ganz praktisch für unerfahrene Touristen, denn erstens gibt es dort Linksverkehr, dann viele Kurven mit starken Steigungen und dann noch natürlich die Esel. Angeschaut haben wir uns noch kurz Coral Bay, ein toller Ausblick dort (siehe erstes Foto), aber der „Hafenstadt“ näher zu kommen, kann man eigentlich auch lassen. Ansonsten haben wir noch Ruinen von alten Zucker-Mühlen (sugar mills) besichtigt, die es auf der Insel zahlreich gibt. Hier ein Foto z.B. von der auf dem Hotelgelände. Diese haben die Betreiber zu einem schicken Restaurant umgebaut.

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Günstig ist die Insel nicht in der Verpflegung, aber wir haben immer super gegessen, entweder in den zwei Restaurants im Hotel oder auch in Cruz Bay, begleitet natürlich immer von leckeren Cocktails.

Eine tolle Attraktion auf unserem Ausflug war die Unterwasser-Wanderung (unterwater trail) am Trunk Bay. Ne echt schöne Sache. Da war dann mit so eingelassenen Steinen im Meer eine Schnorchelroute vom Strand zu einer kleinen davor gelegenen Insel ausgewiesen. Auf den Steinen gab es noch kurze Erklärungen was es zu sehen gibt. Eine sehr schöne Idee.

Eigentlich haben wir aber die meiste Zeit an unserem Lieblingsstrand Scott-Bay verbracht, dort gab es tollen Schnorchelecken auch Kellern und somit gute Verpflegung 🙂

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Alles in allem unser bester Urlaub bisher und wir hatten schon viele schöne. St. John wäre auf jeden Fall eine Insel, die ich gerne wieder besuchen würde. Somit kann ich die vielen Amerikaner verstehen, bei denen St. John zu ihrem „yearly thing“ geworden ist.

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6 Kommentare zu Ein Traum

  1. Sabine sagt:

    Oh Eva, ein wahrer Traum!
    Danke für den imaginären Kurzurlaub der grad in meinem Kopf ablief 🙂
    VLG Sabine

  2. Katrin sagt:

    oh wie traumhaft. Bei den ersten Bildern dachte ich, es ist in Thailand an unserem Lieblingsstrand …aber nein. Oh wie beneide ich Dich… es sind so schöne Bilder und für Euch unvergessliche Erinnerungen, das glaube ich.
    Schönen abend
    Katrin aus K.

  3. Daniela sagt:

    Sieht alles toll aus – und hört sich toll an!

  4. scrapkat sagt:

    Oh das sieht in der tat ganz nach Traumurlaub aus! <3
    Gruß und schönen Donnerstag,
    scrapkat

  5. Brigitte sagt:

    …da kann ich mich nur anschließen. Wie schön, daß ihr so eine unvergesslich schöne Reise unternommen habt. Deine Begeisterung hört man förmlich aus jedem Satz!

    LG, Brigitte

  6. Gabi sagt:

    Ein toller Urlaubsbericht von Dir, Eva! Du hast uns ein bischen mitgenommen in dieses Paradies, in dem ihr Euren Traumurlaub verbracht habt. Die schönen Fotos sind echt ein Lichtblick bei dem trüben Wetter draussen!
    Liebe Grüße

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