Stempel-ABC – Stempelarten – Welche passt zu mir?

Stempel ABCStempelarten – Welche passt zu mir?

Es gibt hauptsächlich drei verschiedene Stempelarten: Holzstempel, clear-stamps (bzw. Gummistempel mit Haftsystem), transparente Stempel. Bei Stampin Up findet man alle Arten und manchmal kann man sich diese bei den Sets auswählen. Andere Firmen bieten häufig entweder z.B. nur Holzstempel an oder nur transparente Stempel.

Jede Stempelart hat spezielle Eigenschaften und damit seine Vor- und Nachteile. Diese möchte ich Euch vorstellen. Letzten Endes werdet Ihr selbst dann herausfinden, welche Eigenschaften Euch wichtig sind und welche Stempelart dann am besten zu Euch passt. Gibt es bestimmte Motive nur in einer Stempelart und es ist vielleicht nicht Eure favorisierte,ist es hilfreich zu wissen, wie man mit den Nachteilen am besten umgeht, um genauso viel Spaß und Erfolg zu haben wie bei den anderen Stempelarten.

Gummistempel mit Holzblöcken

Die Stempel sind meist aus rotem Gummi und mit einer weichen Schicht (ähnlich wie Moosgummi) mit dem Holz verbunden. Bei manchen Firmen fehlt diese Schicht zwischen dem Gummi und dem Holz. Diese Stempel kann ich nicht empfehlen. Es ist schwer damit gute Stempelabdrücke zu bekommen.

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Vorteile:

  • sind auf Holz montiert und damit sofort einsatzbereit
  • liegen gut in der Hand
  • sind fest am Block und fliegen nicht versehentlich aufs Blatt (siehe andere Stempelarten, wenn sie schmutzig sind und nicht gut haften), sie sind stabil und robust
  • Stempelgefühl (die ursprünglichste aller Stempelarten)
  • gutes Stempelbild durch das rote Gummi
  • lassen sich gut mit Stampin‘ Markern stempeln

Nachteile:

  • die teuerste Stempelart
  • nehmen viel Platz weg
  • man kann nicht durch das Holz sehen und kann daher nicht sehr gut gezielt stempeln
  • das Holz kann beim Stempeln schmutzig werden

Wie gehe ich mit den Nachteilen um?

An dem Preis kann man nichts tun. Teuer bleibt teuer, allerdings braucht man hier keine Acrylblöcke. Auch am verbrauchten Platz kann man nicht viel tun. Den Nachteil mit der fehlenden Durchsicht kann man jedoch gut beheben. Zum Einen muss man sagen, dass man nicht immer genau sehen muss wo man hinstempelt, wichtig wird es vor allem bei Sprüchen und bei Collagen. Entweder man bekommt mit der Zeit ein Gefühl für seinen Stempel und trifft auch dann oder man nutzt einen Stamp-a-mjig. Es ist ein Hilfsmittel, mit dem man präzise auch mit Holzstempeln stempeln kann. Das Holz kann beim Stempeln schmutzig werden, sieht dann zwar nicht schön aus, ist aber für das Stempeln selbst total egal.

Gummistempel für transparente Blöcke (clear-stamps)

Die Stempel sind meist aus rotem Gummi und mit einer weichen dicken Schicht darunter (EZ-Mount), kein Holz. Die Schicht ist auf glatten Flächen haftend. Diese Stempel werden daher mit Acrylblöcken verwendet. Ist keines zur Hand geht aber auch ein Iphone 😉

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Vorteile:

  • günstiger als Holzstempel
  • platzsparend
  • gutes Stempelbild durch das rote Gummi
  • lassen sich gut mit Stampin‘ Markern stempeln
  • bessere Sicht beim Stempeln, da kein Holz sondern ein transparenter Acrylblock
  • man kann mehrere Stempel auf einen Acrylblock kleben und zusammen als Collage aufstempeln

Nachteile:

  • teurer als transparente Stempel
  • es werden Acrylblöcke benötigt, der Acrylblock muss immer größer sein als der Stempel
  • besserer Sicht als bei Holzstempeln, aber immer noch nicht zu 100%, da man nur den Umriss des Stempels sieht, nicht das Motiv selbst
  • wird die haftende Seite schmutzig/ staubig kann der Stempel an Haftung verlieren und versehentlich vom Block aufs Blatt fallen und unschöne Stempelabdrücke hinterlassen

Wie gehe ich mit den Nachteilen um?

Acrylblöcke bedeuten erstmal höhere Kosten, allerdings ist das eine einmalige Investition, und lohnt sich auf Dauer. Man kann also bei diesen Stempeln schon besser sehen wohin man stempelt, aber noch nicht zu 100%. Auch hier hilft der Stamp-a-mjig, wenn man sich nicht freihändig traut oder noch kein Gefühl für seinen Stempel hat. Stempel immer gut sauber halten und nicht auf dem Tisch liegen lassen, dann bleibt die Haftung besser erhalten. Werden sie schmutzig dann gut mit Wasser abspülen.

Kleiner Tipp:

Bei Stampin Up werden in den Sets Aufkleber mitgliefert, die man von hinten auf die Stempel kleben soll, um das Motiv durch den Acrylblock besser sehen und daher gezielter stempeln zu können. Allerdings finde ich, dass die Stempel dann schlechter am Acrylblock haften und der Aufkleber nicht 100% beim gezielten Stempeln hilft. Daher klebe ich diese nicht drauf. Stattdessen klebe ich sie hinten auf die Verpackung vom Stempelset und sehe dann schnell, ob ein Stempel in der Verpackung fehlt oder nicht bzw. kann bei Sprüchen schneller den gesuchten finden.

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Klarsichtstempel (transparente Stempel)

Die Stempel sind komplett aus einem transparenten Fotopolymer und werden mit Acrylblöcken verwendet.

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Vorteile:

  • günstigste Stempelart
  • platzsparend
  • ist Stempelfarbe auf dem Stempel, sieht man ziemlich genau wohin man stempelt und auch ob überall auf dem Motiv Stempelfarbe drauf ist, besonders praktisch bei two- oder three-step Stempeln oder Collagen
  • man kann mehrere Stempel auf einen Acrylblock kleben und zusammen als Collage aufstempeln
  • haften meist besser als Clear-Stamps
  • biegbar (gerade Sprüche lassen sich gut zu einem Bogen biegen und z.B. um ein rundes Motiv oder in einen kurvigen Banner stempeln)

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Nachteile:

  • es werden Acrylblöcke benötigt, der Acrylblock muss immer größer sein als der Stempel
  • ich persönlich finde das Stempelbild manchmal nicht so gut wie bei den roten Gummistempeln (Holz- oder Clear-Stamps)
  • wird die haftende Seite schmutzig/ staubig kann der Stempel an Haftung verlieren und versehentlich vom Block aufs Blatt fallen und unschöne Stempelabdrücke hinterlassen
  • können rot verfärben
  • bei manchen Firmen sind die Stempelabdrücke zu dick oder die Stempel reissen ein (ist mir bei Stampin Up jedoch nicht passiert)
  • lassen sich nicht so gut mit Stampin Markern stempeln, die Stempeltinte zieht sich zusammen und dann ist das Bild nichts so einheitlich
  • durch die Transparenz und die gute Haftung, gehen sie gerne mal „verloren“, wenn man nicht aufpasst
  • biegbar (Vorteil=Nachteil), man muss aufpassen schmale Sprüche auch gerade auf den Acrylblock aufzukleben

Wie gehe ich mit den Nachteilen um?

Wie bei den Clear-Stamps bedeuten Acrylblöcke erstmal höhere Kosten, allerdings ist das eine einmalige Investition, und lohnt sich auf Dauer. Man kann also bei diesen Stempeln schon besser sehen wohin man stempelt, aber noch nicht zu 100%. Auch hier hilft der Stamp-a-mjig, wenn man sich nicht freihändig traut oder noch kein Gefühl für seinen Stempel hat.

Stempel immer gut sauber halten und nicht auf dem Tisch liegen lassen, dann bleibt die Haftung besser erhalten und sie gehen nicht „verloren“. Am besten die Stempel direkt nach dem Säubern wieder in die Originalverpackung auf die Trägerfolie kleben. Die Folien sind meist mit den Motiven bedruckt und so lassen sie sich in Zukunft auch besser direkt wiederfinden. Werden sie schmutzig dann gut mit Wasser & Spülmittel abspülen.

Das Verfärben von Stempeln ist nicht schön, verschlechtert aber die Stempelabdrücke nicht. Vorbeugend kann helfen, vor dem allerersten Stempeln die Stempel mit einer hellen Naturfarbe (savanne oder saharasand z.B.) einmalig stempeln und dann sauber machen. Dann werden sie einfach nicht mehr so rot. Am besten ist eh immer eine zeitige Säuberung nach dem Stempeln. Übrigens habe ich grad festgestellt, dass die Stempel schlimmer rot werden, wenn das Säuberungskissen schmutzig rot ist, als wenn man einfach in rot stempelt. Findet ihr die Stempelabdrücke zu dick, versucht beim Stempeln den Stempel nicht zu fest aufs Papier zu drücken. Alles andere muss man mehr oder weniger in Kauf nehmen, wenn man diese günstigen und transparenten Stempel haben möchte.

Ihr findet es schwer die biegbaren Stempel gerade auf de Acrylblock zu kleben? Auch hierfür gibt es einen Trick. Den Stempel mit der Motivseite nach unten locker auf die Arbeitsfläche legen und dann den Acrylblock von oben drauf drücken und ihn quasi aufnehmen. In der Regel klebt sich so der Stempel gerade auf. Zur Not könnt ihr auch Kästchenpapier unter den Acrylblock legen und so den Stempel ausrichten. Ein Kontroll-Stempelabdruck auf Kästchenpapier schadet auch nie.

Weitere kleine Tipps:

Bei flächigen Stempeln den Stempel auf das Papier drücken und erstmal bis drei zählen bis man ihn wieder hoch nimmt. Damit kann man häufig kleine weisse Flecken im Stempelbild vermeiden, da die Farbe Zeit hat sich auf dem Papier zu verteilen. Ist es dennoch so, dass die Stempelabdrücke tropfig sind und weiße Flecke zeigen, weil die Stempelfarbe sich irgendwie auf dem Stempel zusammenzieht, dann kann es helfen den Stempel mit einer feinen Sandfeile oder Sandpapier vorsichtig aufzurauen.

Auch Acrylblöcke werden mit der Zeit schon mal schmutzig und man muss aufpassen, dass man sich das Werk nicht damit beschmutzt oder vielleicht haften die Stempel schlechter daran. Daher auch die Blöcke öfter mal säubern mit Stempelreiniger, Alkoholpads oder auch in der trockenen Variante. Dafür ist das Reinigungstuch von Stampin Up gut.

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